
Mit zwei Projektwochen soll rund 170 Haupt- und Realschülern ab Klasse 7 aus vier Pilotschulen eine vertiefte Berufsorientierung ermöglicht werden. Hauptanliegen des Projekts ist es, einen wirksamen Beitrag zur vertieften Berufsorientierung zu leisten und so die künftige Berufswahlentscheidung der Jugendlichen zu fördern. Jeder Jahrgang führt beide Module innerhalb eines Kalenderjahres durch, wobei nach den Sommerferien der Wechsel in Klasse 8 stattfindet.
Modul 1 für die Jahrgangsstufe 7 sieht in acht Berufsfeldern ein jeweils halbtägiges Schnupperpraktikum vor. Zur Auswahl stehen: Elektronik, Holz, Metall, Wirtschaft/Verwaltung, Kosmetik, Kfz, Farbe und Sanitär/Heizung/Klima. Als vorbereitende Maßnahme und zur Bestimmung der persönlichen Interessen und berufsrelevanten Stärken wird der geva-test Talente-Check B durchgeführt. Das Projekt sieht außerdem eine Beteiligung der Eltern vor, die nach einer umfassenden Informationsveranstaltung als Berufswahlbegleiter ihrer Kinder miteinbezogen werden.
Im Modul 2 absolvieren die Schüler der 8. Klasse 1,5-tägige Werkstatt-Praktika in jeweils drei Berufsfeldern. Neben den Ergebnissen und Erfahrungen aus Modul 1 trägt der geva Eignungstest Berufswahl B maßgeblich dazu bei, die Schüler je nach ihren Interessen, Schlüsselqualifikationen und Stärken den Berufsfeld-Praktika zuzuordnen. Darüber hinaus werden auf Basis des Testergebnisses mit jedem Teilnehmer weiterführende Beratungsgespräche durchgeführt.
Wichtiger Bestandteil des Programms sind außerdem gezielte Befragungen aller Projektbeteiligten. Die Ausbilder in den jeweiligen Berufsfeldern haben zudem die Aufgabe, den Einsatz jedes Schülers zu bewerten. So können die Teilnehmer nicht nur miteinander verglichen werden, sondern es liegt auch für jeden eine professionelle Einschätzung vor, in welchem Berufsfeld er sich am besten bewährt. Auch ein Vergleich zur Selbsteinschätzung des Schülers ist möglich, genauso wie ein Abgleich zwischen den zuvor erhobenen Interessen der Schüler und ihren praktischen Leistungen. Befragungen und Auswertungen nach Wunschberufen versus Leistungen sind insbesondere wichtig, um die Belegung der Praktika für das Modul 2 bestmöglich zu gestalten.
Das Projekt Werkstatt-Tage wird im Rahmen der Kampagne "Aufstieg durch Bildung" der Bundesregierung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB) im Rahmen des Berufsorientierungsprogramms und dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.









Stefanie Marinelli