"Kluge Köpfe kosten Geld" - so titelte die Financial Times unlängst und wies damit auf den von vielen deutschen Unternehmen beklagten Fachkräftemangel hin. Dem steigenden Nachfrageüberhang setzt die Münchner CareerConcept AG privatfinanzierte Bildungsfonds entgegen, die akademische Talente aus zukunftsträchtigen Studiengängen gezielt unterstützen. Wesentlicher Bestandteil bei der Auswahl der High Potentials ist die Potenzial-Analyse des geva-instituts als Grundlage eines mehrstufigen Profiling-Verfahrens.
Vor allem seit der weitgehenden Einführung der Studiengebühren hat sich die Bedarfslücke an hoch qualifizierten Arbeitskräften vergrößert, insbesondere in den Bereichen Maschinenwesen, Mechatronik und anderen technischen Berufen. "Leider gehen sehr viele akademische Talente verloren, da sie nicht über genügend Kapital für eine optimale Ausbildung verfügen", kritisiert Rolf Christian Zipf, Vorstandsmitglied bei CareerConcept. "Auf der anderen Seite suchen Unternehmen, Stiftungen und Privatinvestoren immer wieder nach innovativen Anlagemöglichkeiten. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diese beiden Seiten so zusammenzubringen, dass für alle Beteiligten ein Vorteil entsteht."

Im Jahr 2002 initiierte das Unternehmen, das als "Erfinder" der Bildungsfonds in Deutschland gilt, seinen ersten Fonds. Die Rückzahlung der Studienfinanzierung erfolgt erst, wenn der Geförderte sein erstes Beschäftigungsverhältnis antritt, die prozentuale Rückzahlungshöhe und -dauer bemisst sich an seinem Verdienst. Um zu prognostizieren, welcher Bewerber früh eine gut bezahlte Stelle finden wird - in wen sich die Investition also "lohnt" -, ist eine gezielte Auswahl von Bewerbern mit großem Potenzial unerlässlich. Mit dieser Stellschraube lässt sich die Risikostruktur des innovativen Bildungsfonds-Modells steuern.
Zentrale Bedeutung der Bewerberauswahl
Um also die Leistungsfähigkeit und Erfolgsaussichten der Studierenden und somit ihre späteren Berufsaussichten und Verdienstchancen realistisch einschätzen zu können, wurde ein aufwändiges, mehrstufiges Scoring-Verfahren entwickelt, in dessen Mittelpunkt die Potenzial-Analyse des geva-instituts steht. Zunächst berücksichtigt es harte Faktoren wie die Abiturnote des Bewerbers, die erfahrungsgemäß ein guter Prädiktor für den Studienerfolg ist, oder aber Kriterien wie die Leistungsentwicklung und Fächerkombination in der Oberstufe, studienrelevante Zusatzqualifikationen, praktische Erfahrungen oder das außerschulische Engagement. Der Test des geva-instituts überprüft in einem Leistungsteil, welche kognitiven Fähigkeiten der Bewerber in wichtigen Kernbereichen mitbringt, also beispielsweise seine Konzentrationsfähigkeit, sein Allgemeinwissen oder das mathematische Denken. Auch die beruflichen Interessen und Ziele des Teilnehmers werden im Rahmen der geva-Potenzial-Analyse abgefragt.









Holger Lange
CareerConcept AG